Gezielte Spekulationsattacken auf
ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie
zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen,
es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie
entstand dieses unumstößlich scheinende System?
Das
Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel
Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen
Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die
heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein
Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit
Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch. Juristen
sprechen von organisierter Kriminalität und von der Mittäterschaft der
Politik.
Das Ordnungsprinzip für jede
Gesellschaft ist der Krieg. Die Autorität eines Staates über sein Volk
beruht auf seiner Kriegsmacht. Heute geht es um Öl, morgen um Wasser,
dass sind die Königsdisziplinen des Geschäftemachens. Waffen, Öl und
Drogen.
COMPACT 4/2013 Frank Höfer im Gespräch mit COMPACT Chefredakteur Jürgen Elsässer
THEMEN ----------- - Zum Tode Chavez': Hunderttausende trauern um den verstorbenen Präsidenten - Eurokritiker auf dem Vormarsch: Wird der EURO abgewählt? - Die neue Weltordnung: Abschaffung von Famileie, Nation und Religion
Was haben Begriffe wie Rechts oder Links heute, 2012, noch zu bedeuten? NICHTS! Es sind nur noch Worthülsen. Beliebig einsetzbar für oder gegen jedes Lager. Die
Machteliten können sich zurück lehnen. Die Straße hat die eigene
Sprache zugunsten der Herrensprache aufgegeben. In der Auslaufzone für
Scheinintellektuelle herrscht emsige Betriebsamkeit. Alles bewegt sich
im Kreis!
Alle Zeichen FÜR einen Krieg USA/Iran stehen auf GO.
Es
ist Spitzenpolitikern in Washington per Gesetz verboten, eigenmächtig
mit dem Iran oder dessen Diplomaten zu sprechen. Dieses "Redeverbot mit
dem Feind" ist einmalig in der Geschichte der USA. Selbst das Sprechen
mit Hitler war noch während des 2.Weltkrieges gestattet!
Dass diese Erkenntnis erst durch
eine Resolution der UN fixiert werden musste, sagt viel. Sehr viel. Z.B.
über die geistige Verfassung eines Planeten, der - von weitem
betrachtet - blau ist, da der größte Teil seiner Fläche von Wasser
bedeckt wird. Ist das bekannt?
Wer hatte die Idee zu dieser
Wasser-Resolution? Der Westen, ein Hightechland? Eine Nation mit einer
gut ausgebauten Wasserversorgung? Fehlanzeige. Der Vorschlag kam von
Bolivien und wurde 2010 der UNO vorgelegt.
33 Staaten
unterstützten den Vorschlag unmittelbar und plädierten dafür, das Recht
auf sauberes Wasser in die Allgemeine Menschenrechtserklärung
aufzunehmen.
Als es zur Vorlage in der UNO-Vollversammlung kam,
stimmten 122 der 163 Anwesenden dafür. Prima? Irgendwie nicht. Statt
dieses Ergebnis abzufeiern, muss man sich folgende Fragen stellen:
Wer war denn eigentlich dagegen? Wer hat sich GEGEN sauberes Wasser als Menschenrecht ausgesprochen?
Menschenrechte
sind kostenlos. Jeder Staat MUSS sie zur Verfügung stellen. Wer also
wollte exakt das NICHT? Wer witterte schon damals in dieser
UNO-Resolution eine Gefahr für sein Geschäftsmodell? Das auf
Privatisierung setzte und setzt.
Man sollte beim Wort
"privatisieren" immer darauf hinweisen, woher dieses Wort kommt. Aus dem
Lateinischen. Es bedeutet u.a. „berauben"...
Wer also sah, als
er in der UNO GEGEN sauberes Wasser als Menschenrecht stimmte, seinen
Chance wachsen, die Menschen auch auf diesem Gebiet zu „berauben"?
Die Welt des Flaschenwassers wird schon heute von nur DREI Konzernen beherrscht: Coca Cola, Pepsi und Nestlé.